Vermögen prognosefrei managen

Rezepte gegen die Unsicherheit durch Trumponomics

von | 17. Sep 2018

Donald Trump ist ein populistischer Präsident. Seine Aktivitäten lassen sich irgendwo zwischen Wähler-Opportunismus für teilweise extreme Gesellschafts-Schichten und seinen Eigeninteressen einordnen. Diverse Skandale und offensichtliche Interessenskonflikte haben zudem gezeigt, dass er keinerlei Verantwortung für Fehlverhalten kennt. Aber er weiß sich zu wehren, um des puren Macht-Erhaltes Willen. Seine Verhandlungsstrategie ist ein einziges Powerplay, öffentlich über Twitter nachzulesen.

Es ist wichtig, sich mit Trump auseinanderzusetzen, denn es wird sich nicht um einen temporären Präsidenten der USA handeln. Seine hohe Beliebtheit an der republikanischen Basis macht ihn auch für Gegenspieler in der eigenen Partei nur schwer angreifbar.

Wie wirken sich nun Trumps Aktivitäten auf die globalen Kapitalmärkte aus? Eine Demokratie-Schelte aus der alten Welt taugt nämlich nur wenig für eine Einschätzung. Die Kapitalmärkte sind als moralischer Kompass unbrauchbar.

Kapitalmärkte nicht wirklich verunsichert

Das US-Nachrichtenmagazin Kiplinger hat jüngst einen Vergleich zwischen der Aktienmarktentwicklung und den Amtszeiten von US-Präsidenten veröffentlicht. Donald Trumps erste 18 Monate landen dabei auf Platz drei aller Präsidenten – besser als unter ihm haben sich die Kapitalmärkte nur bei Calvin Coolidge (1923-1929) und bei Bill Clinton (1993-2001) entwickelt (Quelle: Kiplinger).

Katastrophenstimmung angesichts eines willfährigen US-Präsidenten kommt nicht auf, trotz Volatilität im Januar. In den vergangenen Wochen scheinen die Befürchtungen rund um die Handelsbeschränkungen wieder verschwunden zu sein. Der S&P500 entwickelte sich bislang prächtig, nach einem kräftigen Dip Anfang 2018.

Entweder die Marktteilnehmer finden Trumps Taktiken vielversprechend, oder sie sind ihnen egal. Denn die Hälfte der Marktkapitalisierung im S&P500 kommt heute schon von Digitalunternehmen, die ohnehin global und unabhängig von der Politik agieren – das würde für Ignoranz sprechen.

Vielleicht übt der Trump’sche Protektionismus auch Druck aus auf andere Wirtschaftsregionen – mit positiven Folgen für das Wirtschaftswachstum. Das jüngste Handelsabkommen der EU mit Japan ist nicht das einzige Freihandelsabkommen, das noch zu erwarten ist. So könnte auch eine weitere Öffnung Chinas bevorstehen. Wer global investiert, kann hier vielleicht Chancen nutzen.

US-Dollar als Ungewissheit

Anders sieht es aus für die Entwicklung des US-Dollar aus internationaler Sicht. Zunächst erstarkte der US-Dollar. Trumps Handelskrieg lässt nun das Vertrauen der internationalen Investoren in die Solidität der US-Volkswirtschaft offenbar sinken. Dies kommt deutlich im Kurs EUR-USD zum Ausdruck. Und dies, obwohl die Europäer nicht gerade die beste Figur abgeben mit den unbewältigten Spätfolgen ihrer Staatsschuldenlandschaft und dem Rumoren hinter den Kulissen der Euro-Gemeinschaft.

Taktik, Folgen, Prognosen?

Ob und in welcher Frist Trumps Maßnahmen Wirkung zeigen, erscheint also ungewiss. Dass die Märkte nicht nervöser reagieren, macht skeptisch. Trumps Maßnahmen mögen kurzfristig motiviert sein, langfristig haben sie sicher Auswirkungen. Nur welche?

Und was kommt als nächstes? Man stelle sich vor, Trump würde die Zentralbankpolitik ähnlich beeinflussen wie gerade Erdogan. Unrealistisch? Den Surpreme Court als mächtigstes US-Gericht hat er gerade so gut wie eingenommen mit seinem Wunschkandidaten.

Mächtige Führer anderer Nationen und Wirtschaftsverbünde werden sich mittelfristig ebenfalls legitimiert sehen zu ähnlichen Aktionen. Mit ökonomischer Vernunft hat das wenig zu tun. Der Wert von Prognosen wird immer fragwürdiger.

 

Alternative Investments als Lösung?

Man sieht also, mit Prognosen ist das so eine Sache. Die meisten lagen ja schon völlig daneben, als es um die Prognose ging, wer denn nach Obama der nächste Präsident wird. Prognosen über die nächsten phantastischen Ideen von Trump sind ebenfalls schwer zu treffen wenn nicht gar unmöglich. Und die Reaktion der Wirtschaft und der Finanzmärkte darauf zu prognostizieren ist dann sicherlich eine besondere Kunst die nicht jedem gelingen wird.

Gerade dann sollte man sich die Frage stellen, ob man auch Entscheidungen treffen kann ohne solch einen prognostischen Anteil zu benötigen. Ohne das Morgen und Übermorgen quasi heute bereits antizipieren zu wollen. Und über diese sogenannten „prognosefreien“ Ansätze habe ich in anderen Beiträgen schon ein paar Ideen zusammen getragen.

Einer solchen prognosefreien Idee kommt unser einziger vollsystematischer Investmentfonds nach, der amandea – ALTRUID HYBRID. Er investiert global als sogenannter Managed Futures-Fonds in ein großes Portfolio unterschiedlicher Index-Anlagen. Das Portfolio wird täglich angepasst und ist weitgehend unabhängig von fundamentalen Marktentwicklungen. Der Manager Thomas Goldvinger, CEO von Altruid Systems, nutzt selbst entwickelte und programmierte Trendfolge-Algorithmen und streut das Exposure auf über 70 Märkte.

 

TELOS hat den amandea – ALTRUID HYBRID geratet. Der Fonds erfüllt höchste Qualitätsstandards und erhält die Bewertung AAA- auf einer Skala von A bis AAA (höchste Qualitätsstandards).

Den vollständigen Rating-Report finden Sie auf der Webseite www.telos-rating.de.

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Über den Autor

Frank Seidel ist Vorstand und einer der Gründer der amandea Vermögensverwaltung AG. Er ist verantwortlich für den Bereich Portfoliomanagement, Alternative Investments und interne Prozesse.

Gemeinsam mit dem Co-Manager Altruid Systems verantwortet er den UCITS-Fonds amandea – ALTRUID HYBRID.

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