Vermögen prognosefrei managen

Gekommen um zu bleiben – Die liquide Alternative

von | 20. Aug 2018

Bei amandea haben wir schon lange vor der Liquid Alternatives-Welle von 2013 (der Hype begann 2010, und die Produktflut kam 2013) einen Publikumsfonds aufgelegt, der erfolgreich eine diversifizierte Managed Futures-Strategie abbildet, den amandea – ALTRUID HYBRID. Es handelt sich um eine breit diversifizierte Managed-Futures Strategie, die von einem ausgewiesenen Experten seines Fachs gesteuert wird und marktunabhängige, absolute Renditen in liquiden Märkten erwirtschaftet. Der Track Record reicht bis 2009 zurück – im Gegensatz zu den meisten erst 5 Jahre alten Produkten und hat schon das schwierige Jahr 2011 überzeugend gemeistert.

Bereits im Jahr 2010 wurden in den USA so genannte Liquid Alternatives als Trend ausgerufen – „alternativ“ steht für Renditen abseits des Beta- und Mainstreams-Investments. Wie alle Entwicklungen im führenden Kapitalmarkt der Welt schwappte die Welle kurze Zeit später nach Europa und brachte bis 2013 eine Menge neuer Publikumsfonds mit sich.

Die Verpackung von Liquid Alternatives erscheint sehr attraktiv: Was immer nur Profis vorbehalten war, wurde nun erstmals einem breiteren Publikum eröffnet. Hedge-Fonds und Derivate-Strategien mit der Sicherheit, Liquidität und Kostentransparenz eines Publikumsfonds. Seither sind fünf Jahre vergangen Ein kurzer Rückblick.

 

Was ist erlaubt im Publikumsfonds?

Den Rechtsrahmen gibt es schon deutlich länger als die Idee, auf Derivate basierende Strategien in einen Publikumsfonds einzubauen. Vorreiter waren wie so oft die USA. Den Rechtsrahmen für US-Publikumsfonds bildet der so genannte Act 40, benannt nach dem Jahr der Einführung: Er wurde vom Kongress bereits im Jahr 1940 beschlossen – die USA sind nicht umsonst Vorreiter in modernen Formen des Investments. Das Einkommen eines Act 40-Fonds wird im Wesentlichen beschränkt auf Dividenden, Coupons und Gewinne aus Wertpapiertransaktionen.

Eigentlich sind in den USA Derivate in Publikumsfonds tabu, ihr Einsatz bedarf eines aufwendigen Genehmigungsprozesses. Das limitiert die verwendeten Wertpapiere bis heute erheblich. Die umtriebigen Commodity-Trader (CTA, Managed Futures) umschifften diese Vorschrift, indem sie ein eigenes Vehikel gründen – auch gerne in einem steuerlich günstigen Standort. In diese Firmenbeteiligung darf der Fonds investieren und Einnahmen daraus erzielen, denn das Vehikel schüttet Dividenden aus. Selbst eine Erfolgsbeteiligung des Managers ist möglich. Allerdings darf der Fonds dann nicht sämtliche Mittel, sondern maximal 25% eines Volumens investieren – entsprechend hoch fällt der Leverage der Investment-Strategie aus. Leerverkäufe sind auf diese Weise natürlich auch erlaubt. Auf dieser Art der zusätzlichen Konstruktion basieren fast alle Liquid Alternative Fonds in den USA und können so eine breite Palette von alternativen Anlage- und Handelsstrategien abbilden.

 

Rechtsrahmen in Europa seit 2009 nutzbar

In Europa gibt es erst seit 1985 einen gemeinsamen, länderübergreifenden Standard für Publikumsfonds. Zuvor wurden Fonds nur im jeweiligen nationalen Rechtsrahmen aufgelegt. Erst mit der dritten Neuauflage dieser Richtlinie 2009 wurde der Weg geebnet zur umfassenden Nutzung von Derivatestrategien in Publikumsfonds: Ein Leverage in Höhe des Fondsvolumens wurde möglich, der Einsatz von Swaps und die Nutzung von Zertifikaten. All das wurde pauschal erlaubt, solange die Investments ausreichend gestreut und das Risiko überwacht werden.

In dieser Zeit hat amandea einen Publikumsfonds aufgelegt, der erfolgreich eine diversifizierte Managed Futures-Strategie abbildet, den amandea – ALTRUID HYBRID. Der Fonds wurde zusammen mit der Verwaltungsgesellschaft Alceda gestartet und befindet sich heute in der Obhut von Hauck & Aufhäuser in Luxemburg. Es handelt sich um eine breit diversifizierte Managed-Futures Strategie, die kurzfristige Renditen in liquiden Märkten erzeugt. Gefahren wird die Strategie von Thomas Goldvinger, CEO der Firma Altruid Systems in Malta.

In 2013 schwappte schließlich die Liquid Alternatives Welle auch nach Europa und zahlreiche Produkte kamen auf den Markt.

 

Liquide, aber auch gut?

Mit der Welle der Liquid Alternatives wurden hunderte von Produkten gestartet in der Hoffnung, einen neuen Trend zu begründen für aufwendige Strategien mit entsprechenden Margen. Zuvor wurden die großzügigen europäischen Derivate-Regeln für Publikumsfonds nämlich vor allem für Swap-ETFs, Geldmarktfonds und eher intransparente Zertifikatefonds genutzt.

Analysten von Goldman Sachs verglichen 2013 das Potential von Liquid Alternatives gar mit dem Wachstum von ETFs in den frühen Tagen. In die börsengehandelten Tracker sind heute 5 Billionen US-Dollar weltweit investiert.

Letztlich kam es anders. Was nämlich von den hoffnungsvollen Initiatoren gründlich unterschätzt wurde: Liquid Alternatives wurden von vielen Selektoren in den gleichen Topf wie andere Publikumsfonds geworfen und ebenso bewertet. Wenn nur vergangenheitsbasierte Fonds-Rankings zum Vergleich genutzt werden, fällt das Urteil über liquide alternative Investmentstrategien besonders in einem andauernden Bullenmarkt sehr ungünstig aus. In den Vertrieben sind die Produkte daher nie richtig angekommen.

Viele smarte Investoren haben die Entwicklung jedoch verstanden und investieren weiterhin – die Volumina wachsen langsam aber kontinuierlich. Wenn auch nicht in Regionen, die noch 2013 vermutet wurden. Aber die Anzeichen, dass der Bullenmarkt in naher Zukunft ein Ende findet, verdichten sich. Und selbst wenn nicht, bereichern die unkorrelierten Strategien jedes Portfolio. Der amandea – ALTRUID HYBRID ist genauso ein Produkt.

TELOS hat den amandea – ALTRUID HYBRID geratet. Der Fonds erfüllt höchste Qualitätsstandards und erhält die Bewertung AAA- auf einer Skala von A bis AAA (höchste Qualitätsstandards).

Den vollständigen Rating-Report finden Sie auf der Webseite www.telos-rating.de.

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Über den Autor

Frank Seidel ist Vorstand und einer der Gründer der amandea Vermögensverwaltung AG. Er ist verantwortlich für den Bereich Portfoliomanagement, Alternative Investments und interne Prozesse.

Gemeinsam mit dem Co-Manager Altruid Systems verantwortet er den UCITS-Fonds amandea – ALTRUID HYBRID.

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